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Jan 3, 2026

Von Bauchgefühl zu Evidenz: Psychologisch fundierte Entscheidungen im Venture Investing

Von Bauchgefühl zu Evidenz: Psychologisch fundierte Entscheidungen im Venture Investing

Von Bauchgefühl zu Evidenz: Psychologisch fundierte Entscheidungen im Venture Investing

Von Bauchgefühl zu Evidenz: Psychologisch fundierte Entscheidungen im Venture Investing




Warum Intuition im Venture Capital nicht ausreicht



Venture Capital ist geprägt von Unsicherheit. Investoren treffen Entscheidungen unter Zeitdruck, mit unvollständigen Informationen und hoher Volatilität. In diesem Umfeld spielt Intuition eine große Rolle. Viele erfahrene Investoren verlassen sich auf ihr Bauchgefühl – oft mit Erfolg, aber nicht ohne Risiko.


Psychologische Forschung zeigt jedoch klar: Intuition ist kein verlässlicher Ersatz für systematische Analyse. Gerade in komplexen Entscheidungssituationen unterliegt sie systematischen Verzerrungen. Im Venture Investing kann das zu Fehleinschätzungen führen – insbesondere bei der Bewertung von Gründerqualität und Teamdynamik.




Die Grenzen intuitiver Investmententscheidungen



Bauchgefühl entsteht aus Erfahrung, Mustern und schnellen Urteilen. Doch diese Urteile sind anfällig für kognitive Verzerrungen, unter anderem:


  • Halo-Effekt: Charisma überstrahlt fachliche Schwächen

  • Ähnlichkeitsbias: Vertraute Profile wirken kompetenter

  • Confirmation Bias: Hinweise werden selektiv wahrgenommen

  • Overconfidence: Überschätzung der eigenen Urteilskraft



Diese Effekte sind gut erforscht – und sie wirken auch bei sehr erfahrenen Investoren. Ohne strukturierte Gegenmechanismen bleiben Entscheidungen inkonsistent und schwer reproduzierbar.




Warum Menschen das größte Risiko im Venture Investing sind



Zahlreiche Analysen zeigen: Startups scheitern seltener an Markt oder Technologie als an menschlichen Faktoren. Zu den häufigsten Gründen zählen:


  • Konflikte zwischen Co-Foundern

  • unklare Rollen und Verantwortlichkeiten

  • fehlende Führungsfähigkeit in Wachstumsphasen

  • Entscheidungsblockaden

  • psychische Überlastung



Diese Risiken sind früh vorhanden, werden aber oft erst sichtbar, wenn bereits Kapital gebunden ist. Pitchdecks und Finanzmodelle erfassen diese Faktoren nicht.




Psychologie als Grundlage evidenzbasierter Entscheidungen



Psychologie bietet Investoren Werkzeuge, um menschliches Verhalten systematisch zu verstehen. Dabei geht es nicht um einfache Persönlichkeitstests, sondern um wissenschaftlich validierte Modelle aus:


  • Persönlichkeitspsychologie

  • Team- und Organisationspsychologie

  • Entscheidungspsychologie

  • Stress- und Konfliktforschung



Diese Disziplinen liefern belastbare Erkenntnisse darüber, wie Menschen unter Unsicherheit entscheiden, führen und zusammenarbeiten – genau das Umfeld von Startups.




Von Bauchgefühl zu Evidenz: Was sich messen lässt




1. Gründerqualität jenseits der Selbstdarstellung



Psychologisch fundierte Analysen erfassen:


  • Entscheidungsstil und Risikoverhalten

  • Führungsreife und Verantwortungsübernahme

  • Lern- und Anpassungsfähigkeit

  • Umgang mit Druck und Unsicherheit



Das ermöglicht realistischere Einschätzungen als persönliche Eindrücke allein.




2. Teamdynamik und strukturelle Risiken



Teams sind soziale Systeme. Risiken entstehen nicht nur durch Einzelpersonen, sondern durch Wechselwirkungen:


  • fehlende oder doppelte Rollen

  • unausgesprochene Erwartungen

  • Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse

  • Konflikt- und Kommunikationsmuster



Psychologisch fundierte Teamdiagnostik macht diese Muster sichtbar – frühzeitig und systematisch.




3. Skalierungsfähigkeit von Führung



Nicht jeder Gründer ist automatisch in der Lage, ein wachsendes Unternehmen zu führen.

Psychologische Verfahren geben Hinweise auf:


  • Delegationsfähigkeit

  • Umgang mit Verantwortung

  • Bereitschaft zur Weiterentwicklung

  • Führung unter Komplexität



Das ist entscheidend für die langfristige Entwicklung eines Investments.




Human Due Diligence als neuer Standard



Der strukturierte Einsatz psychologischer Diagnostik im Investmentprozess wird als Human Due Diligence bezeichnet. Sie ergänzt klassische Due Diligence um evidenzbasierte Einschätzungen von Gründer- und Teamqualität.


Human Due Diligence ermöglicht:


  • objektivere Investmententscheidungen

  • frühzeitige Risikoerkennung

  • gezielte Begleitung nach dem Investment

  • konsistentere Entscheidungsprozesse



Dabei geht es nicht um Selektion, sondern um Transparenz und Steuerbarkeit.




Der konkrete Mehrwert für Investoren




Mehr Sicherheit in Entscheidungen



Psychologisch fundierte Analysen liefern zusätzliche, belastbare Datenpunkte – dort, wo Intuition an ihre Grenzen stößt.



Bessere Portfolio-Performance



Investoren profitieren von stabileren Teams, weniger Eskalationen und höherer Umsetzungskraft.



Professionalisierung des Investmentprozesses



Evidenzbasierte Entscheidungen sind reproduzierbar, nachvollziehbar und skalierbar – ein entscheidender Vorteil in wachsenden Fonds.




Fazit: Evidenz schlägt Bauchgefühl



Bauchgefühl bleibt ein wichtiger Teil unternehmerischer Entscheidungen. Doch im Venture Investing reicht es nicht aus.

Psychologisch fundierte, evidenzbasierte Verfahren machen menschliche Risiken sichtbar und steuerbar.


Für Investoren bedeutet das: weniger Überraschungen, bessere Entscheidungen und nachhaltigere Investments.


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